Ein Erfolgsbericht zum Jahreswechsel von Yvan Sagnet

Unsere Importe und der direkte Vertrieb von Zitrusfrüchten und Tomaten und die Vermittlung von Absatzmärkten innerhalb unseres Netzwerks für NOCAP-Produkte in Norditalien, Österreich und Deutschland tragen erste signifikante Früchte für die überwiegend afrikanischen Landarbeiter in Süditalien. Wir sind überglücklich über diese positive Entwicklung . Unser Freund Yvan Sagnet berichtet in einem Jahresrückblick über die Fortschritte.

“Etwa zehn ausländische Arbeiter, die in der Vergangenheit Opfer von Arbeitsausbeutung und Kaporalismus waren und derzeit von der Vereinigung Chicomendes im Rahmen des Projekts Spartacus unterstützt werden, erhalten dank des Projekts der ethischen Lieferkette NoCap eine neue Chance: Sie werden mit regulären Verträgen bei der landwirtschaftlichen Kooperative “I Frutti del Sole” von Nello Navarra und Peppe Pugliese arbeiten, wo sie von einem von NO Cap zur Verfügung gestellten kostenlosen Transportmittel begleitet werden.
Der Verein Chicomendes von Gianantonio Maria Ricci sorgt für die Unterkunft.

Die Arbeiter werden Orangen, Clementinen und ethische Kiwis der Marke NoCap pflücken, die in den Regalen der Supermärkte der Megamark-Gruppe (Dok, Famila, sole365) und der Aspiag-Despar-Gruppe (Nord-Ost-Italien) landen werden. Wir verhandeln mit weiteren Betrieben, darunter die landwirtschaftliche Kooperative Della Terra di Nino Quaranta, die es uns ermöglichen wird, in der nächsten Saison etwa 100 Arbeitern in der Ebene von Gioia Tauro eine anständige Arbeit zu geben, die wir der ständigen Kontrolle des Caporalato-Systems und der Mafia entziehen wollen. Unser Ziel ist es, nicht nur eine ethische Landwirtschaft zu fördern, sondern den Entrechteten von heute mehr und mehr Arbeit zu geben und dann gegen die Ausbeuter und die Mafiabosse auf ihrem bevorzugten Betätigungsfeld, nämlich der Kontrolle des Sklavenmarktes, anzutreten. In zwölf Monaten haben wir 400 italienischen und ausländischen Arbeitern in 4 Regionen Italiens Arbeit gegeben. Das Ziel ist es, diese Zahl in ganz Italien mit tausend zu multiplizieren. Dazu müssen alle ihren Teil beitragen, angefangen beim Bewusstsein des Bürgers und Verbrauchers beim Kauf von ethischen Produkten, ohne die diese Wertekette keine Zukunft hat.

Wir haben gelernt, dass es längst nicht genügt, biologische oder regionale Lebensmittel anzubieten und zu konsumieren. Es ist hingegen absolut notwendig, den Fokus auf eine ethische Produktion zu legen, damit Menchenrechte nicht mit Füßen getreten werden. In diesem Sinne werden wir auch im nächsten Jahr daran weiterarbeiten.