Agenda 21 Filmgespräch: BAMAKO


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Das Weltgericht von Bamako ist ein französisch-US-amerikanisch-malisches Filmdrama von Abderrahmane Sissako aus dem Jahr 2006, das in Malis Hauptstadt Bamako spielt. Der Film handelt von einem fiktiven Prozess der afrikanischen Zivilgesellschaft gegen Weltbank und IWF.
Wenn die Welt heute voller Wunden ist, dann aufgrund einer langen Geschichte, die gerne vergessen geht, wenn man das Heute betrachtet. Abderrahmane Sissako führt uns dies am Beispiel Afrikas im Innenhof seines Hauses vor Augen und vor Ohren. Er ist auch ein hochsensibler Porträtist. Luzid sind die Auseinandersetzungen und Äusserungen, real existierende Figuren und erfundene spielen ineinander über und miteinander, um von dem zu reden, was ist. Und von dem, was sein könnte. Zu Letzterem freilich würde so etwas wie Bewusstsein gehören, nicht nur ein Bewusstsein fürs Eigene sondern eben auch eines fürs Andere, für die Existenz des Anderen. Bamako ist für mich der dringlichste Film zur Zeit: Stiller Aufschrei, luzide Einsicht, unterhaltsam und besinnlich in einem. (Walter Ruggl) anschließend  Filmgespräch mit Christiane Lüst

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