Gemeinwohl-Ökonomie


Umweltministerin Hendricks dankt Öko&Fair

und fordert Gemeinwohlleistungen von der Landwirtschaft.

Öko & Fair hat die Kampagne des Bundesumweltministeriums „Gut zur Umwelt. Gesund für alle“ in einem Schreiben gelobt und begrüßt. Hier ist das Antwortschreiben, das Hoffnung auf Veränderung gibt:

Schreiben Umweltministerin Hendricks

Erstmals ist darin die Rede, dass finanzielle Förderung für die Landwirtschaft von Gemeinwohlleistungen für Umwelt, Klima, Natur, Tiere und gesunde Lebensmittel abhängig gemacht werden sollen. Hoffentlich setzt sich diese Meinung auch nach den nächsten Wahlen deutschland- und europaweit durch.


Fortbildungsexkursion ins Waldviertel zu Heini Staudinger und Johannes Gutmann

In einer zweitägigen Exkursion konnten wir mit einer 10-köpfigen Gruppe aus dem Landkreis beide Protagonisten der Gemeinwohlökonomie in Österreich besuchen. Hier geht’s zu den Termindetails.

Heini und Johannes sind zwei authentische Persönlichkeiten, die mit ihrer sozialen Kompetenz und ihrer ethischen Grundhaltung den Beweis angetreten haben, dass gemeinwohlorientiertes Handeln in der Wirtschaft nicht nur finanziellen Erfolg bringt, sondern – was viel wichtiger ist – Zufriedenheit bei allen.

Beide haben mit unkonventionellen Methoden und viel Kreativität ihre Firmen „Waldviertler“ und „Sonnentor“ aufgebaut, die in einer strukturschwachen Region sinnvolle Arbeitsplätze geschaffen haben und vielen Menschen wieder Perspektiven zum Bleiben in ihrer Heimat. Dabei steht über allem auch stets die ökologische Nachhaltigkeit im Interesse aller nachfolgenden Generationen.

Heini Staudinger

Johannes Gutmann

 

 

 

 

 

 

In zwei Kurzinterviews geben uns beide ihre Botschaften für Unternehmer auf den Weg:

Aus der Besuchergruppe hat sich spontan eine Initiative im Landkreis Starnberg gebildet, die die Gemeinwohlökonomie bei den Unternehmen etablieren will.

 


Öko & Fair auf dem Weg zum „Gemeinwohl-Unternehmen“

logoAlle Aktivitäten im Öko & Fair Umweltzentrum drehen sich um einen ökologischen und nachhaltigen Lebensstil. Alle Lieferanten- und Kundenbeziehungen sind fair nach beiden Seiten. Unser „ökologischer Fußabdruck“ wird systematisch so klein wie möglich gehalten. Deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns entschlossen, uns der Gemeinwohl-Ökonomie, einem Wirtschaftsmodell der Zukunft anzuschließen, wie es von Christian Felber entwickelt wurde.

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Christian Felber

Wir haben seit langem erkannt, dass der Killer-Kapitalismus ein Auslaufmodell ist und dass wir ein neues Wirtschaftssystem brauchen, in dem Kooperation statt Konkurrenz, sozialer Friede statt Ausbeutung und Fairness zu Lieferanten und Kunden die wichtigste Rolle spielt.

Kurz gesagt: Wir arbeiten zusammen mit vielen anderen Unternehmen an der Entwicklung einer Ökonomie des Glücks durch Zufriedenheit und des gegenseitigen Respekts. Profit und Wettbewerb spielen bei uns keine Rolle, sondern wir investieren weiter in die Verbesserung weltweiter sozialer Strukturen.

Auf der ersten Stufe unserer Gemeinwohl-Leiter haben wir den Schnelltest der „Gemeinwohl-Ökonomie“ durchgeführt, eine erste Selbsteinschätzung. Wir haben dabei 116 von 126 Punkten errreicht. Der Test bescheinigte uns deshalb folgendes:

Ihr Unternehmen ist bereits vorbildlich in Bezug auf viele Kriterien und Ziele der Gemeinwohlökonomie. Wahrscheinlich sind Sie schon ein GWÖ-Unternehmen oder seit Jahren branchenführend in der Nachhaltigkeits- oder Social-Business-Szene. Als VorreiterIn und PionierIn sind Sie Vorbild für Ihre Mitunternehmen und Inspiration für andere ethisch interessierte Betriebe. Wir laden Sie ein, einen Gemeinwohl-Bericht zu verfassen und ihre Erfahrung weiterzugeben!

Darauf sind wir jetzt richtig stolz, zeigt es doch, dass wir unseren Zielen nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv aus der Außenansicht schon sehr nahe gekommen sind. Damit sind wir aber noch nicht zufrieden, denn wir wissen selbst am besten, wo wir noch Defizite haben und dass es noch viel zu tun gibt.

Postwachstumsökonomie

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Niko Paech

Vor allem sehen wir in unserem persönlichen Umfeld die Postwachstumsökonomie, wie sie Prof. Niko Paech vertritt, als zusätzliches Aktionsfeld neben der Gemeinwohlökonomie. Denn nur über den Weg der Selbstversorgung, der Konsumverweigerung und der ganz persönlichen Ressourcenschonung und Energieeinsparung kann der ökologische Fußabdruck auf das uns zustehende Maß von unter 2 ha verkleinert werden. Darin wollen wir Vorbild sein und unsere Mitmenschen zum mitmachen animieren.

Der Gemeinwohlbericht ist seit heute in Arbeit…